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Rettung für die Krankenhäuser?
Ohne Zweifel haben die bundesweiten Protestaktionen, die Großdemonstration in Regensburg wie auch in Berlin am 25.09.2008 dazu
beigetragen, dass die Politik den Bedürfnissen den Krankenhäusern gegenüber hellhöriger wurde und es ist fraglich, ob die Bundesregierung ohne die Proteste der Beschäftigten im Gesundheitswesen 44,8 %
der benötigen 6,7 Mrd. € zur Förderung der Krankenhauslandschaft beschlossen hätte.
3 Mrd. € sind sicherlich ein guter Erfolg, doch leider zu wenig, um alle Krankenhäuser bundesweit zu erhalten. Man spricht von
Akkordpflege und Fließbandmedizin, die Einzug halten werden, um die Krankenhäuser zu erhalten. Man spricht auch seitens der Krankenkasse wie auch der Bundesregierung davon, dass von den 2100 Kliniken nur
1500 überleben werden.
Alle diese Aussagen sind wirtschaftlich und finanziell orientiert. Es wäre wichtiger festzustellen, mit welchem Aufgabenspektrum
die bestehenden Häuser in der Zukunft für die Bevölkerung im finanzierbaren Rahmen Gesundheitsvorsorge und Medizin leisten können. Dies würde die Arbeitsplätze der Beschäftigten erhalten, aber auch die
regionalen Bedürfnisse der Bevölkerung berücksichtigen. Wir sind eine bewegliche Gesellschaft, aber Beweglichkeit kostet Geld und angesichts der steigenden Preise wird es für einen Großteil der
Bevölkerung schwierig werden, in weit entfernte Gesundheitszentren zu gelangen.
Die von der Bundesregierung zugesagten 3 Mrd. € sind sicherlich ein großer Tropfen auf einen heißen Stein, so dass dieser zumindest
berührbar wird.
Die Verantwortlichen haben erkannt, dass sich die Beschäftigten im Gesundheitswesen nicht mehr widerspruchslos ins Nichts führen
lassen. Der nächste Schritt muss eine Solidarisierung der Beschäftigten im Gesundheitswesen mit den Patienten und der Bevölkerung sein, damit Gesundheit finanziert wird, aber natürlich auch finanzierbar
bleibt”,.
Die Beschäftigten fordern nun, dass die zugesagten Budgeterhöhungen für das notwendige Personal und Strukturreformen verwendet
werden. Wir fordern eine Sicherung der Arbeitsplätze und eine Sicherung des Gesundheitswesens in Deutschland und wir danken unseren Kolleginnen und Kollegen im Gesundheitswesen, die trotz des großen
Druckes der Gefahr von Akkordpflege und Fließbandmedizin uns, den Patienten gegenüber nicht gleichgültig werden, und die unter persönlichem Einsatz die Fehler im Gesundheitswesen ausgleichen.
Josef Nikl Fachbereich Gesundheitswesen Landesvorsitzender der GÖD in Bayern
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