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Warnstreik im Saarland - 1000 Beschäftigte bringen ihren Unmut auf die Straße

VorWarnstreik Saarland 2017 -2 der dritten Verhandlungsrunde haben die Mitglieder der Gewerkschaften im öffentlichen den Druck auf die Arbeitgeber erhöht!

Unter dem Motto: „Nur wer MITMACHT ändert was!" sind am 08.02.2017 die Mitglieder der Gewerkschaft GöD dem Warnstreikaufruf gefolgt.
Lautstark und musikalisch auf ihre Art haben die GöD Mitglieder gemeinsam mit den Gewerkschaften im Landesdienst im Saarland ihren Unmut auf die Straße gebracht..

Solidarität tut gut für den öffentlichen Dienst!

Was heute im Landesdienst des öffentlichen Dienstes passiert, kann den kommunalen Beschäftigten nicht egal sein. Deshalb haben sich auch Beschäftigte und Beamte im kommunalen Bereich in ihrer Freizeit ihre Solidarität am Warnstreik gezeigt

Wer abkoppelt kann nicht gewinnen!

Die Einkommensschere zwischen den Landesbeschäftigten einerseits und den Bundesbeschäftigten sowie kommunalen Beschäftigten andererseits wird immer größer.

Das kann so nicht bleiben! Wir fordern ein „Mehr-Wert" und keinen Nettolohnverlust für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst!

Kein Arbeitsplatzabbau und keine Arbeitsverdichtung nach dem Motto: ZWEI machen die Arbeit von VIER!

Gerechte Einkommen und gut ausgebildete Beschäftigte sind Grundlage für einen motivierten und zukunftsfähigen öffentlichen Dienst 

Verantw.: Nico Calo

Gewerkschaft GöD im Regionalverband Südwest

Ursulinenstrasse 63a, 66111 Saarbrücken

 

 

 

 

 

 

Schlagzeilen

Kein Zugang von Kündigungsschreiben am Sonntag

Wirft ein Arbeitgeber ein Kündigungsschreiben an einem Sonntag in den Briefkasten des Arbeitnehmers ein, geht dies grds. nicht mehr am selben Tag zu. Da Arbeitnehmer ihre Briefkästen sonntags nicht überprüfen müssen, kann nicht mit einer Kenntnisnahme des Schreibens gerechnet werden. Dies gilt auch, wenn die Probezeit an einem Sonntag abläuft.

Der Sachverhalt:

Die beklagte Arbeitgeberin kündigte der Klägerin nach § 622 Abs. 3 BGB mit einer Frist von zwei Wochen. Die Parteien hatten eine Probezeit vereinbart. Das Kündigungsschreiben legte die Beklagte am letzten Tag der Probezeit in den Hausbriefkasten der Klägerin ein. Dieser Tag war ein Sonntag. Die Klägerin leerte ihren Briefkasten erst in den Folgetagen.

Mit ihrer Klage machte die Klägerin geltend, das Arbeitsverhältnis sei erst zu einem späteren Zeitpunkt, nämlich mit Ablauf einer vierwöchigen Kündigungsfrist beendet worden. Die Beklagte habe ihr nicht mehr innerhalb der Probezeit gekündigt. Die Klage hatte vor dem Arbeitsgericht und dem LAG Erfolg.

Die Gründe:

Das Arbeitsverhältnis wurde unter Einhaltung der längeren Kündigungsfrist erst außerhalb der Probezeit beendet. Die Kündigung ging der Klägerin frühestens am folgenden Werktag zu den üblichen Postleerungszeiten und damit nach Ablauf der Probezeit zu.

Ein Kündigungsschreiben muss dem Arbeitnehmer zugehen. Dies setzt voraus, dass unter gewöhnlichen Umständen mit der Kenntnisnahme des Schreibens zu rechnen ist. Arbeitnehmer sind jedoch nicht verpflichtet, ihre Briefkästen an Sonntagen zu überprüfen. Dies gilt selbst dann, wenn die Probezeit an einem Sonntag endet und bekannt ist, dass der Arbeitgeber auch sonntags arbeitet.

LAG Schleswig-Holstein 13.10.2015 - 2 Sa 149/15