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Erfolg der Gewerkschaft GÖD bei den Aufsichtsratswahlen bei der FMG am Flughafen München

nach dem vorläufigen Ergebnis zu den als Delegiertenwahl im FMG-Konzern (Flughafen München GmbH mit ihren Tochterunternehmen) durchgeführten Aufsichtsratswahlen hat die Gewerkschaftsliste der Gewerkschaft GÖD mit dem Kennwort "GÖD - Mitarbeiter für Mitarbeiter " mit 56 Stimmen die Liste von Ver.di ( 54 Stimmen) überholt.

Mit diesem grandiosen Ergebnis behauptet unser GÖD - Kollege und langjähriges Mitglied im Aufsichtsrat, Thomas Bihler seinen Sitz als Gewerk-schaftsvertreter im Aufsichtsrat der FMG. Der zweite Gewerkschaftssitz geht an Heinrich Birner von Ver.di

 

Bei den Arbeitnehmervertretern hat die gemeinsame Konzernliste ein tolles Ergebnis erzielt.  Aus dieser Liste behaupten die Spitzenkandidaten Anna Müller und unser GÖD-Kollege Bernhard Plath ihre Sitze im Aufsichtsrat der FMG.  Die weiteren Sitze  entfallen aus der Ver.di Liste auf Johann Bachmayer, Orhan Kurtulan und Roy Panten.  Die Leitenden Angestellten werden künftig durch Michael Roth vertreten.

Wir gratulieren allen in den Aufsichtsrat gewählten Personen herzlich zu ihrer Wahl und wünschen Ihnen eine Glückliche Hand für ihre verantwortungsvolle Aufgabe und hoffen auf eine weiterhin gute und konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und des Flughafens München.

Dieses Wahlergebnis spiegelt auch die Wertschätzung der Beschäftigten für die bisherigen Vertreter der Arbeitnehmer und Gewerkschaften im Aufsichtsrat wider.

Unser Dank gilt den Organisatoren der Listen und allen Unterstützern und Mitstreitern !

München, im Mai 2019

 

Schlagzeilen

Kein Zugang von Kündigungsschreiben am Sonntag

Wirft ein Arbeitgeber ein Kündigungsschreiben an einem Sonntag in den Briefkasten des Arbeitnehmers ein, geht dies grds. nicht mehr am selben Tag zu. Da Arbeitnehmer ihre Briefkästen sonntags nicht überprüfen müssen, kann nicht mit einer Kenntnisnahme des Schreibens gerechnet werden. Dies gilt auch, wenn die Probezeit an einem Sonntag abläuft.

Der Sachverhalt:

Die beklagte Arbeitgeberin kündigte der Klägerin nach § 622 Abs. 3 BGB mit einer Frist von zwei Wochen. Die Parteien hatten eine Probezeit vereinbart. Das Kündigungsschreiben legte die Beklagte am letzten Tag der Probezeit in den Hausbriefkasten der Klägerin ein. Dieser Tag war ein Sonntag. Die Klägerin leerte ihren Briefkasten erst in den Folgetagen.

Mit ihrer Klage machte die Klägerin geltend, das Arbeitsverhältnis sei erst zu einem späteren Zeitpunkt, nämlich mit Ablauf einer vierwöchigen Kündigungsfrist beendet worden. Die Beklagte habe ihr nicht mehr innerhalb der Probezeit gekündigt. Die Klage hatte vor dem Arbeitsgericht und dem LAG Erfolg.

Die Gründe:

Das Arbeitsverhältnis wurde unter Einhaltung der längeren Kündigungsfrist erst außerhalb der Probezeit beendet. Die Kündigung ging der Klägerin frühestens am folgenden Werktag zu den üblichen Postleerungszeiten und damit nach Ablauf der Probezeit zu.

Ein Kündigungsschreiben muss dem Arbeitnehmer zugehen. Dies setzt voraus, dass unter gewöhnlichen Umständen mit der Kenntnisnahme des Schreibens zu rechnen ist. Arbeitnehmer sind jedoch nicht verpflichtet, ihre Briefkästen an Sonntagen zu überprüfen. Dies gilt selbst dann, wenn die Probezeit an einem Sonntag endet und bekannt ist, dass der Arbeitgeber auch sonntags arbeitet.

LAG Schleswig-Holstein 13.10.2015 - 2 Sa 149/15