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Bruder Paulus besucht die GÖD

Der aus Rundfunk und Fernsehen bekannte Kapuziner Bruder Paulus war Anfang April beim GÖD Bundesvorstand in Berlin zu Gast. In seiner Rede lobte er unter anderem unsere ehrenamtliche Struktur. Es ist für Ihn unverständlich, wie man Mitarbeitervertreter sein kann, wenn man in großen Gewerkschaftszentralen sitzt und nicht mitbekommt was an der Basis vor sich geht. Das war aber nur ein kleiner Punkt die Bruder Paulus betonte. Die Fokussierung auf die christlichen Werte und den Menschen war für ihn maßgeblich.

 

Die Teilnehmer waren von dem zweistündigen Treffen sehr begeistert, und haben alle etwas für ihre gewerkschaftliche Arbeit sowie auch für sich ganz persönlich mitgenommen.

Am Ende des Treffens sprach Bruder Paulus den Teilnehmern für die bevorstehenden Aufgaben noch viel Mut zu. Wir danken Bruder Paulus für seinen Besuch und wüschen Ihm alles Gute für seinen weiteren Lebensweg.

 

Bruder Paulus besucht die GÖD

v.l.n.r. Herbert Fontaine, Jürgen Cremer, Rudolf Öchsner, Wolfgang Feil, Sönke Jensen, Karin Hüter,
Stephan Mäder, Bruder Paulus, Wolfgang Schneider, Raymund Kandler, Gregor Targowski, Peter Dukitsch,
Lydia Dreyer, Franz Heitbaum, Helga Marbach, Marcus Mengel

 

 

 

Bericht: Marcus Mengel

 

Schlagzeilen

Übertragung des Urlaubs im öffentlichen Dienst

Im öffentlichen Dienst muss der Urlaub grundsätzlich im laufenden Kalenderjahr genommen werden.

Eine Übertragung aus dem Vorjahr ist nur unter folgenden tariflichen Voraussetzungen möglich:

Übertragung des Urlaubs bis zum 31. März

Im Falle einer Übertragung muss der Urlaub nach § 26 Absatz 2 Buchstabe a TVöD bzw. TV-L bis zum 31.3. des Folgejahres angetreten werden. Hier ist es ausreichend, wenn der Resturlaub am 31.3. beginnt.

In besonderen Fällen ist eine Übertragung des Urlaubs bis zum 31. Mai möglich

Nach § 26 Absatz 2 Buchstabe a TVöD bzw. TV-L ist eine Übertragung des Urlaubsanspruchs bis zum 31.5. möglich.

Kann der Erholungsurlaub wegen Arbeitsunfähigkeit oder aus betrieblichen / dienstlichen Gründen nicht bis zum 31.03. angetreten werden, ist er bis zum 31. Mai anzutreten.  Die hier aufgeführten Gründe sind abschließend.

Im Übrigen verfällt der Urlaubsanspruch und wird auch nicht abgegolten !

Urlaubsübertragung bei Krankheit?

Entgegen der bisherigen Rechtsprechung des BAG, wonach der Urlaubsanspruch auch bei Arbeitsunfähigkeit spätestens nach dem Ende des Übertragungszeitraumes, also dem 31.03. des Folgejahres verfällt hat der Europäische Gerichtshof in seiner Entscheidung vom 20.01.2009 - C - 350/06 entschieden, dass der Urlaubsanspruch zunächst erhalten bleibt, wenn der Urlaub aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit bis zum Ende des Übertragungszeitraumes nicht genommen werden kann.

Bei langanhaltender Arbeitsunfähigkeit verfällt der Urlaub nach 15 Monaten

Um ein übermäßiges Anwachsen der jährlich erworbenen Urlaubsansprüche bei Arbeitsunfähigkeit über mehrere Jahre zu vermeiden, hat der EuGH und im Anschluss auch das BAG entschieden, dass der gesetzliche Urlaubsanspruch spätestens 15 Monate nach Ablauf des entsprechenden Urlaubsjahrs verfällt. Dies gilt auch, wenn die Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers über diesen Zeitraum hinaus ununterbrochen andauert (BAG, Urteil v. 18.9.2012, 9 AZR 623/10).