goed-online.de

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

zurück

 

Foto Martina

 

 

 

 

    

Martina Zehner

 

Kurzbiographie

Geboren 07.07.1961, verheiratet, eine erwachsene Tochter

Seit 01.07.1983 bin ich als Arbeitnehmerin mit unterschiedlichen Aufgabenfeldern beschäftigt bei den Bundeswehrverwaltungen in Celle, Köln, München und jetzt in Bergen bei Celle.

Gewerkschaftsmitglied in der Gewerkschaft öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) wurde ich am 01.01.2010.

Mittlerweile bekleide ich in der GÖD folgende Ämter:

geschäftsführende Vorstände Bezirksverband Harz-Heide und Regionalverband Küste und

seit 26.02.2018 Mitglied im geschäftsführenden Bundesvorstand

 

Seit mehreren Jahren bin ich Mitglied im geschäftsführenden Vorstand Christlicher Gewerkschaftsbund (CGB) Landesverband Niedersachsen

Am 01.05.2017 wurde ich vom Niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr als stellvertretendes Mitglied in den Beirat Repräsentativität von Tarifverträgen und Mindestentgeltkommission berufen.

Durch die Sozialwahlen 2017 wurde ich stellvertretendes Mitglied der Vertreterversammlung der deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover.

In meiner verbleibenden Freizeit spiele ich Tenorhorn in der Musikkapelle unseres Schützenvereins.

 

Schlagzeilen

Kein Zugang von Kündigungsschreiben am Sonntag

Wirft ein Arbeitgeber ein Kündigungsschreiben an einem Sonntag in den Briefkasten des Arbeitnehmers ein, geht dies grds. nicht mehr am selben Tag zu. Da Arbeitnehmer ihre Briefkästen sonntags nicht überprüfen müssen, kann nicht mit einer Kenntnisnahme des Schreibens gerechnet werden. Dies gilt auch, wenn die Probezeit an einem Sonntag abläuft.

Der Sachverhalt:

Die beklagte Arbeitgeberin kündigte der Klägerin nach § 622 Abs. 3 BGB mit einer Frist von zwei Wochen. Die Parteien hatten eine Probezeit vereinbart. Das Kündigungsschreiben legte die Beklagte am letzten Tag der Probezeit in den Hausbriefkasten der Klägerin ein. Dieser Tag war ein Sonntag. Die Klägerin leerte ihren Briefkasten erst in den Folgetagen.

Mit ihrer Klage machte die Klägerin geltend, das Arbeitsverhältnis sei erst zu einem späteren Zeitpunkt, nämlich mit Ablauf einer vierwöchigen Kündigungsfrist beendet worden. Die Beklagte habe ihr nicht mehr innerhalb der Probezeit gekündigt. Die Klage hatte vor dem Arbeitsgericht und dem LAG Erfolg.

Die Gründe:

Das Arbeitsverhältnis wurde unter Einhaltung der längeren Kündigungsfrist erst außerhalb der Probezeit beendet. Die Kündigung ging der Klägerin frühestens am folgenden Werktag zu den üblichen Postleerungszeiten und damit nach Ablauf der Probezeit zu.

Ein Kündigungsschreiben muss dem Arbeitnehmer zugehen. Dies setzt voraus, dass unter gewöhnlichen Umständen mit der Kenntnisnahme des Schreibens zu rechnen ist. Arbeitnehmer sind jedoch nicht verpflichtet, ihre Briefkästen an Sonntagen zu überprüfen. Dies gilt selbst dann, wenn die Probezeit an einem Sonntag endet und bekannt ist, dass der Arbeitgeber auch sonntags arbeitet.

LAG Schleswig-Holstein 13.10.2015 - 2 Sa 149/15