Aktueller Sachstand
Notlagentarifvertrag bei der Flughafen München GmbH

Der Arbeitgeber FMG hat in der Weihnachtsruhe durch eine Anrufung des
Arbeitsgerichts München dafür gesorgt, dass eine außerordentliche Betriebsratssitzung notwendig wurde. Der Grund dafür war, dass die FMG-Geschäftsführung eine Einigungsstelle zum Thema Notlagentarifvertrag anrufen wollte. Am 23.12.2021 kam es zu einer Verhandlung vor dem Arbeitsgericht München, an deren Ende ein Vergleich geschlossen wurde. Dieser sieht vor, dass weitere
Gespräche in Freiverhandlungen zwischen Arbeitgeber FMG und Betriebsrat FMG und AE bis Ende Januar 2022 geführt werden. Sollte es zu keiner Einigung kommen, wird es wie zwischen den Betriebsparteien vereinbart, zu einer
Anrufung einer Einigungsstelle kommen.

Dieses Vorgehen war prinzipiell nicht notwendig weil bedingt durch die
Verlängerung der Kurzarbeit man drei Monate Zeit gewonnen hat in der die
Arbeitszeitreduzierung aus dem Notlagentarifvertrag nicht angewendet werden kann.

Der Notlagentarifvertrag war vorgesehen um Stellenabbau in den betroffenen Unternehmen zu vermeiden. Da bei der FMG allerdings im Rahmen von Restart vielen Mitarbeitern die Möglichkeit eingeräumt wurde das Unternehmen
sozialverträglich zu verlassen, ist es aus unserer Sicht absolut fahrlässig, der Restbelegschaft Arbeitszeit- und Entgeltreduzierung aufzubürden.

Wir sehen eine drastische Anwendung des Notlagentarifvertrages bei
gleichzeitiger Steigerung der Passagierzahlen auch in den schwierigen
Wintermonaten als nicht notwendig an.

In der letzten Verhandlungsrunde am Freitag zwischen FMG Betriebsrat und Arbeitgeber wurde ein Kompromissvorschlag entwickelt. Maßgeblich an diesem Kompromissvorschlag mitgewirkt haben Vorstandsmitglieder des Landesfachverband Flughäfen Bayern.

Auf Basis dieses Vorschlages werden sich dich Betriebsparteien nochmals am Dienstag 25.01.22 treffen, um den ausgearbeiteten Vorschlag endzuverhandeln.

Über die weiteren Entwicklungen werden wie Sie natürlich kurzfristig auf dem
Laufenden halten.

 

   

Marcus Mengel

Marco Druschinksi

Landesfachverband Flughäfen Bayern

Landesfachverband Flughäfen Bayern

1. Vorsitzender

2. Vorsitzender

 

 

 

Notlagentarifvertrag für Flughäfen
Einkommensverlust inklusive?

Anfang Dezember 2020 haben sich die verhandelnden Gewerkschaften (ver.di und dbb) und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) zur Sicherung der Arbeitsplätze während der Corona-Pandemie auf einen bundesweit geltenden Notlagentarifvertrag für Flughäfen geeinigt. Flughäfen, die diesen Tarifvertrag (TV) nicht anwenden wollen mussten dies bis zum 11. Dezember 2020 schriftlich erklären.

GÖD im Gespräch mit Flughafen München Chef Jost Lammers

Anfang Juli trafen sich der Bundesvorsitzende der GÖD, Raymund Kandler, sowie der 2. Vorsitzende des Landesfachverbands Flughäfen Bayern, Bernhard Plath, mit dem seit 01. Januar 2020 im Amt befindlichen Vorsitzenden der Geschäftsführung und Arbeitsdirektor, Herrn Jost Lammers. Vor längerer Zeit geplant als „Kennenlern-Gespräch“ stand dieses Treffen natürlich unter den Zeichen der aktuellen Lage. Leider konnte der Vorsitzenden des Landesfachverbandes, Marcus Mengel, wegen Erkrankung nicht teilnehmen. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde bedankte sich Raymund Kandler bei Hr. Lammers für die vorbildlich schnelle und unbürokratische Unterstützung hinsichtlich des Tragens von Gesichtsschutzmasken, welches bereits zu Beginn der Corona-Krise von der GÖD gefordert wurde. Anschließend wurde die aktuelle Situation am Flughafen München thematisiert.

Auszubildende und duale Studenten übernehmen!

Reduktion der Ausbildungsplätze ist das falsche Zeichen!

Mit Bedauern musste der GÖD Landesfachverband Flughäfen Bayern zur Kenntnis nehmen, dass die FMG für das Ausbildungsjahr 2021/2022 die Anzahl der Ausbildungsplätze reduziert. Nach der jahrzehntelangen Vorgehensweise bei der Ausbildung am Flughafen München ist diese Entscheidung auch in diesen schwierigen Zeiten unseres Erachtens falsch.

Auch wenn die kommenden Jahre wirtschaftlich sicherlich nicht einfach werden, bleibt in Zukunft das Thema Demographie eines der größten in unserem Unternehmen. Wir hätten uns gewünscht, dass man beim Thema Ausbildung ein anderes Zeichen in die Belegschaft sendet. Gute Ausbildung ist die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens!

Wir werden uns als Gewerkschaft auch weiterhin für die Interessen der jungen Arbeitnehmer einsetzen, und auch dafür eintreten, dass die Zahl der Ausbildungsplätze bald wieder steigt.

Erfolg der Gewerkschaft GÖD bei den Aufsichtsratswahlen bei der FMG am Flughafen München

nach dem vorläufigen Ergebnis zu den als Delegiertenwahl im FMG-Konzern (Flughafen München GmbH mit ihren Tochterunternehmen) durchgeführten Aufsichtsratswahlen hat die Gewerkschaftsliste der Gewerkschaft GÖD mit dem Kennwort "GÖD - Mitarbeiter für Mitarbeiter " mit 56 Stimmen die Liste von Ver.di ( 54 Stimmen) überholt.